Krebsbachputzerzunft Eigeltingen e.V.
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Wissenswertes über „S‘ Liet de Bach äbi schwimme lo“

Hintergrund:

Die Quinquatrus, das Hauptfest der
Göttin Minerva feierten die
Römer um den
Frühlingsanfang vom 19. bis zum
23. März

Der 19. März wurden dann seit dem
10. Jahrhundert Gedenktag - festgelegt
wohl in der Absicht, das Fest der Minerva, der römischen Göttin der Handwerker,
zu ersetzen. Seit 1621 ist der Tag ein
Fest im römischen Kalender, nachdem der Josefskult seit dem 14. Jahrhundert besondes von Bettelorden gefördert
wurde. 1729 schrieb Papst Clemens XI.
den Festtag für die ganze katholische Kirche fest. Die Habsburger erkoren Josef
zu ihrem Hausheiligen. Nachdem Kaiser Ferdinand II. 1620 mit einem Bild des Heiligen in die Schlacht gegen
die pfälzisch-böhmische Armee am Weißen Berg bei Prag gezogen war und den Sieg
errang, wurde der Josefstag im Habsburger Reich zum Feiertag. Papst Pius IX.
ernannte Joseph 1870 zum Patron der
ganzen katholischen Kirche, Papst Pius XI. ernannte ihn 1937 zum Patron all derer, die den Kommunismus
bekämpfen. Das Fest "Heiliger Joseph, der Arbeiter", hat Papst Pius XII.
1955 eingeführt als Gedenktag, der
Joseph mit dem Tag der Arbeit am 1. Mai in Verbindung bringen soll. In Spanien
ist, wie in den meisten Ländern, der Josephstag auch der Vatertag; man gibt den
Vätern Geschenke, zum Beispiel malen die Kinder Bilder in der Schule für ihn.

Die Kirche feiert also das Fest
des hl. Josef, von dem übrigens im Neuen Testament kein Wort überliefert ist, am
19. März

St.
Josef, Patron…

  • der
    ganzen katholischen Kirche, von Mexiko, Philippinen, Kanada, China, Böhmen,
    Bayern, Peru, Russland, Vietnam und Österreich, von Tirol, Steiermark, Kärnten,
    und Vorarlberg;
  • der
    Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, der Jungfräulichkeit,
    der Kämpfer gegen den Kommunismus;
  • der
    Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, Wagner, Totengräber,
    Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisenden und Verbannten, der Sterbenden;
  • bei
    Augenleiden
  • in
    Versuchungen und Verzweiflung
  • bei
    Wohnungsnot
  • für
    einen guten Tod

 

Heutige
Bedeutung:

Der
Joseftag oder Josefitag ist der erste Frühlingstag, denn an diesem Tag kommt die
Wärme von unten herauf. An diesem Tag schlägt Sankt Josef nach dem Volksglauben
den glühenden Pfahl in die Erde, das heißt, es beginnt die wärmere Jahreszeit.
In Bayern wurde der Josefitag 1968 als
Feiertag abgeschafft. Er bedeutet, auch für unsere Region, das an diesem Tag der
Frühling ins Land zieht und die wärmeren Tage wieder kommen. Symbolisiert wird
dies mit dem auf dem Wasser fahren lassen der Schiffchen mit Kerzen:

„S‘ Liet de Bach äbi schwimme
lo“

Das
heißt die Kerzen werden nicht mehr gebraucht, da die Tage länger und wärmer
werden.

 

Bauernregel:

-        Ist`s am Josefstag
klar,

folgt ein
fruchtbar Jahr

 

-        Ist`s am Josefstag
schön,

kann`s nur gut
weitergehn.

 

-        Josef klar, ist ein
fruchtbar Jahr.

 

-        Josefi klar gibt' s ein
gutes Honigjahr.

 

Gedicht zum
Frühling:

Der Frühling kommt bald
Herr
Winter
geh hinter,
der Frühling kommt bald!
Das Eis ist
geschwommen
die Blümlein sind kommen
und grün wird der Wald.

Herr
Winter
geh hinter,
dein Reich ist vorbei.
Die Vögelein alle,
mit
jubelndem Schalle,
verkünden den Mai!


Christian
Morgenstern

Weitere Überlieferungen zum
Josefitag:

 

Josefi und das Brauchtum im
Kleinwalsertal
"Josefi" oder "Josefatag" (19.03.)

Aus schriftlicher und mündlicher
Überlieferung ist bekannt, dass der Josefstag ein alter Festtag ist und auch als
solcher stets gefeiert worden ist. Sein Ursprung und mithin die Verehrung des
hl. Josef reicht zurück bis ins 9. Jahrhundert. 1621 wurde der 19. März ein gebotener Feiertag, 1870 wurde der heilige Josef zum Schutzpatron der
gesamten Kirche erhoben. Seit 1956
feiert die Kirche zusätzlich am 1. Mai, der in der ganzen Welt als "Tag der Arbeit" gefeiert wird, das
Fest des heiligen Josef des Arbeiters. Kurz gefasst gilt der Heilige Josef als
Schutzpatron der Familie und wird vielfach in großer Not als Fürbitter angerufen
und nicht zuletzt als Trost der Sterbenden genannt. Der gute Katholik verehrt
ihn seit je und somit ist es nicht verwunderlich, dass es früher nur wenige
Familien gab, wo nicht ein Josef, Seppl, Pepi oder eine Josefa, Sefa und wie sie
alle hießen, dabei war.

 

 

"Josefi im Lichte der
Schwabenkinder"


Mit gemischten Gefühlen sahen dem
Josefitag jährlich auch einige Kinder aus unserem Tal entgegen, denn zu diesem
Zeitpunkt wurden sie "ins Schwabenland geschickt".
Dieser, speziell in unserer Nachbarschaft Tirol und Vorarlberg sehr
gebräuchliche "Sklavenmarkt" im vorigen
Jahrhundert, war auch in unserem Tal bekannt. Aus der Überlieferung wissen wir,
dass bis etwa um 1890 einige über
10 Jahre alte Kinder aus kinderreichen
oder ärmeren Walserfamilien ins "Schwabenland" geschickt wurden.
Bereits um Lichtmeß nahm ein erfahrener Mann "Bestellungen" auf und dann zwei
Tage vor Josefi holte er die Gemeldeten mit ihrem "Hääßruckseckle" ab und es ging auf
die Reise. Als letzter Reiseführer aus dieser Zeit war bei uns "Wirts Hans" (Johann Jodok Fritz
von Mittelberg) bekannt und seine Truppe ging Richtung Obergünzburg.

Nach dem mehrstündigen Fußmarsch
bis nach Sonthofen folgte dann für die meisten Kinder die erste Bahnfahrt. Mit
dem Zug ging es bis nach Günzach und dann wieder zu Fuß weiter bis Markt
Obergünzburg. Dort trafen sich nach dem Gottesdienst am Josefitag
traditionsgemäß die Bauern der Umgebung und suchten nach Arbeitskräften. Und
manch einer nahm dann ein solch feilgebotenes Knechtlein oder Mägdlein mit nach
Eglofs, Willofs, Mindelberg, Immental, Günzach und Aitrang. Die Kinder erhielten
eine nahrhafte, aber oft eintönige Kost, sie wurden roh behandelt und als
billige Arbeitskräfte im Stall und auf dem Acker so richtig ausgenützt. Für die
Eltern dieser Kinder (ihnen waren die Verhältnisse meist genau bekannt), gab es
eigentlich nur eine Begründung oder Entschuldigung und die war: "dia Googa müaßa folga ond ghöörig
schaffa leera". Meist litt aber mit dem Umgang unter grobredigem Gesinde die
moralische Erziehung. "Du fluachscht ja, als ob du im Schwaabaland gsee
wärscht", diese alte Walser Redewendung weist eindrucksvoll darauf hin.

Den Haupterfolg aber sah man in
der Tatsache, daß die Kinder ein halbes Jahr "ab der Köstung waren" und auch
noch neues oder neueres Hääß, Schuhe und einen Lohn von 15 bis 40
Mark heimbrachten. Die Rückkehr der Schwabenkinder ins Kleinwalsertal war dann
gemeinsam am Simon-Judä-Tag (30.
September). Mit sichtlichem Stolz, dass sie das alles ausgehalten hatten,
erzählten sie dann den daheimgebliebenen Schulkameraden von ihren Erlebnissen.
Diese beneideten sie nicht um die sauren Wochen ihrer schweren Arbeit, wohl aber
um die "schööna Schtiifele" die sie mitbrachten und vor allem aber den Vorteil,
schon ab Josefi der furchtbaren Schule entronnen zu sein.

Update am:

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