Krebsbachputzerzunft Eigeltingen e.V.
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»Eigeltinger Fasnacht« - ihr Ursprung und ihr Ablauf

 <---  1928 Ruprecht Bihler führt die Narrenkutsche

 

 

Als im Jahre 1860 eine große närrische Flut durch den ganzen Hegau brandete, wurde von ihr auch das Hegaudorf Eigeltingen erfaßt. In vielen Orten, so auch in Eigeltingen wurde ein Narrenverein gegründet und Fasnachtsspiele aufgeführt.

Die Heimatzeitungen aus jener Zeit sind eine reichhaltige Fundgrube und bringen zahlreiche Belegstellen. So verdankt es Eigeltingen dem »Höhgauer Erzähler«, Verkündungsblatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, daß das Jahr 1860  das Gründungsjahr der Eigeltinger Fasnacht geworden ist. In den Jahren 1863 und 1864 veröffentlichte der Höhgauer Erzähler Berichte über die Fasnacht 1860 bis 1862.

Damals verkündete ein »Herold« das Programm für die Fasnacht. Am Schmutzigen Donnerstag wurde ein Narrenbaum gesetzt. Haupttag der Fasnacht war der Fasnachtsdienstag. Beliebt waren Fasnachtsspiele. So wurden damals aufgeführt: «Die Völkerschlacht bei Leipzig«, eine Parodie auf »Die Räuber« von Schiller, »Hermann der Befreier Deutschlands« frei nach Eugen Hermann von Dedenroth. Ein andermal wurden viele kleine Vereine vorgestellt, darunter ein »Verein für Altherthumsforschung«. Zum Vergnügen der Zuschauer wurde »Das blinde Spiel« aufgeführt und ein »Neues Museum ambulance« eröffnet. Oft beruhten die Fasnachtsspiele auf örtlichen Begebenheiten. Maskenbälle waren auch schon beliebt.

Leider fehlen für die Jahre nach 1862 ähnliche Unterlagen wie für 1860 bis 1862.

1883 beschaffte sich der Narrenverein eine Fahne. Diese hat beide Weltkriege überstanden und befindet sich heute im Fasnachtsmuseum auf Schloß Langenstein. 1900 brachte Reute eine »Eisenbahn« nach Eigeltingen. Von Zeit zu Zeit fanden «Zigeunertreffen« statt. 1909 oder 1910 versammelten sich auf dem Schulplatz die »Stammväter« und »Sippenmütter«.

Bedauerlich ist es, daß das bis zum zweiten Weltkrieg geführte Narrenbuch spurlos »verschwunden« ist. So sind für die Zeit zwischen den beiden Kriegen nur einige hervorstechende Fasnachtsveranstaltungen bekannt. In Erinnerung sind neben dem »Durchmarsch der Völkerstämme« noch einige großartige Umzüge wie z.B. »Das Deutsche Märchen«, »Das Deutsche Lied« und die »Vier Jahreszeiten«.

Mehrere Wochen vor der Fasnacht wurde in den Scheunen für die prächtigen Umzugswagen gesägt, gehobelt, gehämmert, genäht und gemalt. Als Beispiel für einen Umzugswagen sei ein naturgetreu nachgebildeter Walfisch erwähnt, in dessen Bauch eine Sängergruppe das Lied vom schwarzen Walfisch zu Ascalon sang.

Ein fester Bestandteil der Eigeltinger Fasnacht in den zwanziger und dreißiger Jahren war der »Krähwinkler Landsturm« mit seinem Lied «Immer langsam voran«. Ein heute nicht mehr üblicher Brauch war das Aussäen des Narrensamens (Spreu) durch einen Sämann, der am Schmutzigen Donnerstag den Narrenbaumumzug anführte. Üblich war früher das so genannte Gabenheischen. Die Kinder bettelten z.B. mit dem Spruch: »Gii-zig, giizig, giizig isch de Beck«. Bekamen sie einen Wecken oder sonst etwas Eßbares, riefen sie: »De Beck des isch en guete Ma, mr sieht's em a de Hose a«. Die Schulkinder stellten früher ihren etwas kleineren Narrenbaum beim »Laule« auf.

Karl Martin Ehrenzunftmeister und Narrenvogt

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